Von Fremantle nach Albany
Hallo Hallo liebe Familien und Freunde! Da wir nun regelmaessig kostenfreien Zugang zu Internet und Elektrizitaet haben, kommt hier auch schon die Fortsetzung unseres Reiseberichtes.
Nachdem wir also Perth verlassen hatten, fuhren wir nach Fremantle. Da wir gerade aus einer Millionenstadt kamen, dachten wir, einen ruhigen Kuestenort vorzufinden, in dem der Hund begraben liegt. Denkste! In Fremantle befindet sich ein ehemaliges Hochsicherheitsgefaengnis, das heutzutage als Haupttouristenattraktion dient. Also haben auch wir uns ein Ticket besorgt und ab gings mit der gefuehrten Tourgruppe durch den Riesenknast. Frueher haben hier bis zu 800 Insassen vor sich hingerottet und sogar Bon Scott, der ehemalige Saenger von AC/DC hat hier schon wegen Diebstahl und schlechtem Verhalten eingesessen. Mir persoenlich hat der Basketballkorb direkt unterm Stacheldrahtzaun am besten gefallen. Da war bei jedem Spiel schnell mal die Luft raus! Ein weiteres Highlight war dann noch der Galgen. Nach jeder Hinrichtung wurde der benutzte Strick verbrannt und der, der auf dem Bild zu sehen ist, ist sozusagen noch brandneu. Bis zur Einweihungsparty wollen wir dann aber lieber nicht mehr bleiben! Und auf Wiedersehen!
Draussen auf dem Hof haben wir dann noch einen alten Kumpel wiedergetroffen - die OTTO-Mueltonne! Tat gut, sich mal wieder ueber den Weg zu laufen.
Von Fremantle sind wir dann etwas weiter suedlich (die Uhr tickt) nach Mandurah gefahren, wo man (eigentlich wie ueberall an der Westkueste) besonders gut Fischen kann. Also haben wir spontan einen Trip fuer den naechsten Tag gebucht und uns wie kleine Kinder darauf gefreut, die dicken Dinger an Board zu ziehen. Am naechsten morgen ging es um 6 Uhr morgens am Hafen los. Alle man aufs Schiff, jeder macht sichs bequem und der Gehilfe fing schon mal an, den Schinken, die Spiegeleier und die Wuerstchen fuers Fruehstueck zu braten. Bine hat zwar nichts gegessen, weil sie eher der Obsttyp ist, aber ich hab ordentlich reingehauen. Dann kamen wir nach und nach in den Bereich des Ozeans, wo man wirklich merkt, dass man auf dem Ozean und nicht mehr an Land ist. Und obwohl wir uns dann noch schnell jeder 2 Seekrankheitstabletten zusammengeschnorrt und hinter geschmissen hatten, war es zu spaet. Das Unwohlgefuehl aus dem Kopf (so faengt es an!) wanderte in den Magen und hat ordentlich rumort.
Als dann das Fischen endlich losgingg war Bine schon kreidebleich im Gesicht und ich hatte auch nicht grad Lust auf Angeln. Die Aussis an board hatten schon fast ihr zweites Bier aus und die Aschenbecher waren schon gut gefuellt. Irgendwann war es dann zu viel und Bine hat zusammen mit einem anderen Jugendlichen die Fische „angefuettert“. Da hats mich auch gepackt und ich hab Bine an der Reling abgeloest. Und so ging es weiter. Reling, Ausruhbank, Angel, Ausruhbank, Angel, Reling. Und zwischendurch hat Bine dann alles klar und den Tag zum Erfolg gemacht. Ein stattlicher 7kg King-Snapper zappelte an ihrer Strippe und hat unsure Backpackerehre gerettet. Ich hab dieses freudige Ereigniss zum Anlass genommen meinen Stammplatz auf der Ausruhbank zu verlassen und das ganze zu fotografieren. Dann nocheinmal selbst schnell versucht was zu fangen und dann musste ich auch schon wieder auf die Bretter! Bine war da echt haerter im Nehmen und hat am Ende als Belohnung diesen fabelhaften Fisch gefangen, von dem man in heimischen Gewaessern nur traeumen kann.
Der schwerste Fisch des Tages wog 15 Kilo. Der Teuerste kostete 500 Dollar, wurde aber auf Grund seiner Seltenheit von der Crew wieder ins Wasser geschmissen (ohne aber den eigentlichen Faenger vorher zu fragen - dem gluecklichen Angler stand die Freude ins Gesicht geschrieben). Der Aussergewohnlichste war ein Mystery Shark und der schoenste war Bines King-Snapper. Danach hat uns Bines Angelkumpel Robert noch zu sich nach Hause eingeladen, wo wir duschen konnten, waerend Robert unseren Fisch filletierte. Zum Abschied hat er uns noch das beste Stueck seines Fisches abgeschnitten, uns King-Prawns (Krabben), Tomaten aus seinem Garten und eine Angel geschenkt. Da wir genau noch 2 Tage Zeit hatten (Sydney!!!!!), um das alles aufzuessen, stand der Speiseplan fuer die kommenden Tage fest. Fisch Fisch Fisch!
Unser naechster Stop war das „Vally of the Giants“ (Tal der Giganten), wo es die einzigartigen „Tingle Tingle Trees“ (eine Eukalyptusart) gibt. Diese koennen 400 Jahre alt und bis zu 60 Meter hoch werden, der Stamm kann einen Umfang von 16 metern erreichen und wenn man davor steht, kann man nur staunen. Einfach beeindruckend diese Giganten! Dort gibt es auch einen „Tree-Top-Walk“, einen etwa 600 Meter langes Bauwerk durch die Baumkronen dieser Riesenbaeume. Die Aussicht aus 40 Metern Hoehe war beeindruckend und wir machten uns einen heiden Spass daraus, die haengebrueckenartige Konstruktion zur Freude anderer Beteiligter zum Schwanken zu bringen.
Danach ging es weiter nach Albany, von wo aus wir eventuell einen Flug nach Adelaide buchen wollten, um unseren bereits gebuchten Flug nach Silvester-Sydney noch rechtzeitig zu bekommen. Wir dachten, auf diese Weise nicht den Stress zu haben, die restlichen 2000km in 24h durchbuegeln zu muessen um die Neujahrsnacht wie gedacht in Sydney verbringen zu koennen. Doch zu diesem sehr spontanen Reiseabschnitt gibts im naechsten Eintrag mehr.
Bis dahin seid lieb gegruesst...
Bine und Basti
Hallo Hallo liebe Familien und Freunde! Da wir nun regelmaessig kostenfreien Zugang zu Internet und Elektrizitaet haben, kommt hier auch schon die Fortsetzung unseres Reiseberichtes.
Nachdem wir also Perth verlassen hatten, fuhren wir nach Fremantle. Da wir gerade aus einer Millionenstadt kamen, dachten wir, einen ruhigen Kuestenort vorzufinden, in dem der Hund begraben liegt. Denkste! In Fremantle befindet sich ein ehemaliges Hochsicherheitsgefaengnis, das heutzutage als Haupttouristenattraktion dient. Also haben auch wir uns ein Ticket besorgt und ab gings mit der gefuehrten Tourgruppe durch den Riesenknast. Frueher haben hier bis zu 800 Insassen vor sich hingerottet und sogar Bon Scott, der ehemalige Saenger von AC/DC hat hier schon wegen Diebstahl und schlechtem Verhalten eingesessen. Mir persoenlich hat der Basketballkorb direkt unterm Stacheldrahtzaun am besten gefallen. Da war bei jedem Spiel schnell mal die Luft raus! Ein weiteres Highlight war dann noch der Galgen. Nach jeder Hinrichtung wurde der benutzte Strick verbrannt und der, der auf dem Bild zu sehen ist, ist sozusagen noch brandneu. Bis zur Einweihungsparty wollen wir dann aber lieber nicht mehr bleiben! Und auf Wiedersehen!
Draussen auf dem Hof haben wir dann noch einen alten Kumpel wiedergetroffen - die OTTO-Mueltonne! Tat gut, sich mal wieder ueber den Weg zu laufen.
Von Fremantle sind wir dann etwas weiter suedlich (die Uhr tickt) nach Mandurah gefahren, wo man (eigentlich wie ueberall an der Westkueste) besonders gut Fischen kann. Also haben wir spontan einen Trip fuer den naechsten Tag gebucht und uns wie kleine Kinder darauf gefreut, die dicken Dinger an Board zu ziehen. Am naechsten morgen ging es um 6 Uhr morgens am Hafen los. Alle man aufs Schiff, jeder macht sichs bequem und der Gehilfe fing schon mal an, den Schinken, die Spiegeleier und die Wuerstchen fuers Fruehstueck zu braten. Bine hat zwar nichts gegessen, weil sie eher der Obsttyp ist, aber ich hab ordentlich reingehauen. Dann kamen wir nach und nach in den Bereich des Ozeans, wo man wirklich merkt, dass man auf dem Ozean und nicht mehr an Land ist. Und obwohl wir uns dann noch schnell jeder 2 Seekrankheitstabletten zusammengeschnorrt und hinter geschmissen hatten, war es zu spaet. Das Unwohlgefuehl aus dem Kopf (so faengt es an!) wanderte in den Magen und hat ordentlich rumort.
Als dann das Fischen endlich losgingg war Bine schon kreidebleich im Gesicht und ich hatte auch nicht grad Lust auf Angeln. Die Aussis an board hatten schon fast ihr zweites Bier aus und die Aschenbecher waren schon gut gefuellt. Irgendwann war es dann zu viel und Bine hat zusammen mit einem anderen Jugendlichen die Fische „angefuettert“. Da hats mich auch gepackt und ich hab Bine an der Reling abgeloest. Und so ging es weiter. Reling, Ausruhbank, Angel, Ausruhbank, Angel, Reling. Und zwischendurch hat Bine dann alles klar und den Tag zum Erfolg gemacht. Ein stattlicher 7kg King-Snapper zappelte an ihrer Strippe und hat unsure Backpackerehre gerettet. Ich hab dieses freudige Ereigniss zum Anlass genommen meinen Stammplatz auf der Ausruhbank zu verlassen und das ganze zu fotografieren. Dann nocheinmal selbst schnell versucht was zu fangen und dann musste ich auch schon wieder auf die Bretter! Bine war da echt haerter im Nehmen und hat am Ende als Belohnung diesen fabelhaften Fisch gefangen, von dem man in heimischen Gewaessern nur traeumen kann.
Der schwerste Fisch des Tages wog 15 Kilo. Der Teuerste kostete 500 Dollar, wurde aber auf Grund seiner Seltenheit von der Crew wieder ins Wasser geschmissen (ohne aber den eigentlichen Faenger vorher zu fragen - dem gluecklichen Angler stand die Freude ins Gesicht geschrieben). Der Aussergewohnlichste war ein Mystery Shark und der schoenste war Bines King-Snapper. Danach hat uns Bines Angelkumpel Robert noch zu sich nach Hause eingeladen, wo wir duschen konnten, waerend Robert unseren Fisch filletierte. Zum Abschied hat er uns noch das beste Stueck seines Fisches abgeschnitten, uns King-Prawns (Krabben), Tomaten aus seinem Garten und eine Angel geschenkt. Da wir genau noch 2 Tage Zeit hatten (Sydney!!!!!), um das alles aufzuessen, stand der Speiseplan fuer die kommenden Tage fest. Fisch Fisch Fisch!
Unser naechster Stop war das „Vally of the Giants“ (Tal der Giganten), wo es die einzigartigen „Tingle Tingle Trees“ (eine Eukalyptusart) gibt. Diese koennen 400 Jahre alt und bis zu 60 Meter hoch werden, der Stamm kann einen Umfang von 16 metern erreichen und wenn man davor steht, kann man nur staunen. Einfach beeindruckend diese Giganten! Dort gibt es auch einen „Tree-Top-Walk“, einen etwa 600 Meter langes Bauwerk durch die Baumkronen dieser Riesenbaeume. Die Aussicht aus 40 Metern Hoehe war beeindruckend und wir machten uns einen heiden Spass daraus, die haengebrueckenartige Konstruktion zur Freude anderer Beteiligter zum Schwanken zu bringen.
Danach ging es weiter nach Albany, von wo aus wir eventuell einen Flug nach Adelaide buchen wollten, um unseren bereits gebuchten Flug nach Silvester-Sydney noch rechtzeitig zu bekommen. Wir dachten, auf diese Weise nicht den Stress zu haben, die restlichen 2000km in 24h durchbuegeln zu muessen um die Neujahrsnacht wie gedacht in Sydney verbringen zu koennen. Doch zu diesem sehr spontanen Reiseabschnitt gibts im naechsten Eintrag mehr.
Bis dahin seid lieb gegruesst...
Bine und Basti
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