Donnerstag, 29. Oktober 2009
Der Savanna Way von Cairns nach Darwin
Mit einem weinenden Auge haben wir Cairns verlassen und sind gespannt auf das, was uns erwarten wird. Der erste Abschnitte des langen Weges fuehrte uns durch die Atherton Tabelands, wo wir uns viele schoene Wasserfaelle angeschaut, einen riesengrossen “Fig Tree” , der 500 Jahre alt ist gesehen haben und waren in den heissen Quellen von Innot Springs baden. Das heisseste Becken hatte eine Wassertemperatur von 45 Grad Celsius, worin man nur hoechstens 10 Minuten baden sollte, um nicht zu Suppe zu werden!
Danach gings auf dem Savanna Way weiter in Richtung Normanton. Die Strasse war einspurig, links und rechts davon nur rote Erde und trockenes Gras, ueberall waren Rinder und wir hatten das Gefuehl, die Sonne stuende den ganzen Tag erbarmungslos im Zenit. Man beachte den Schattewurf des Strassenpfeilers. Ich wuerde sagen, dass das Schlimmste an dieser Gegend die durchgehende Strasse bis zum Horizont war. Und das nicht nur bis zum ersten Horizont, sondern wenn man da ankommt, dann nochmal und nochmal und nochmal und so weiter. 2700km Outback-nichts! Total ausgetrocknete Fluesse, kaputte Reifen und tote Tiere (meistens Kangoroos oder Kuehe!!!) teilen sich die Schau entlang der Strasse. Und falls jetzt jemand ins Gruebeln geraet, welches Fahrzeug wohl in der Lage ist, eine ausgewachsene Kuh umzufahren, ohne irgendwelche Spuren (ausser der Kuh) zu hinterlassen, heisst die Antwort Roadtrain (Strassen-Zug). Die ueberdiemensionalen LKW`s haben uns sehr beeindruckt, da sie im Durchschnitt 3-4 Anhaenger haben und somit bis zu 53,5 Meter lang sein koennen. Die Gewichtsbegrenzzung liegt laut Wikipedia bei 132 Tonnen (ohne Zugmaschiene) und abhaengig vom jeweiligen Staat,duerfen die Roadtrains 90 oder 100km/h fahren. Gigantisch - denken wir und wollen auf keinen Fall in der Kuhhaut stecken, wenn 140 Tonnen mit 100km/h die Viecher von der Strasse fegen! Bei Tage sind diese Dinger ganz interessant und schoen zu begucken, aber nachts moechte man ihnen nicht begegnen!
In Normantown angekommen, haben wir nur schnell aufgetankt und fuhren weiter - immer mit den Gedanken, wie koennen die Menschen dort nur leben, im NICHTS?! Unser naechtes Ziel war Mt. Isa. An dem Ausblick ueber diese Stadt erkennt man nicht schwer, das es dort rein gar nichts gibt! Und das ist auch das, was wir da wollten - gar nichts! Einzig interessant war ein Wegweiser mit Richtungs- und Entfernungsangaben, wonach Frankfurt nur 14213 Kilometer entfernt von uns war, was nicht so weit scheint, wenn man bedenkt das wir mit unserer alten Lady mittlerweile 15000 Kilometer (seit Sydney) zurueck gelegt haben.
Da der gelbe Blitz, wie bereits des Oefteren benannt, seine Staerke in den Langstrecken hat, versuchten wir soviel Kilometer wie nur moeglich (was in unserem Fall 650-750 km bedeutet) am Tag zu schaffen. Wenn man die Bilder von der Strasse sieht, die wir etwa 100km voneinander entfernt gemacht haben (obwohl sie wirken, als waeren sie in Sekundenabstand entstanden) bekommt man einen Eindruck wie endlos lang und abwechslungsreich (ironisch) dieses Outback, aber auch wie verdammt gross Australien ist. Manchmal und wirklich nicht selten, ging einfach rechts oder links eine rote Sandstrasse vom Highway ab, auf einem Schild stand der Name einer Orttschaft und dahinter “noch 136 km”. Man kann sich einfach nicht vorstellen wie die Menschen dort leben, in was fuer einer Einoede, und vor Allem wie sie versorgt werden.
Als wir dann irgendwann das Northern Territory mit der Hoffnung erreichten, dass sich uns nun vieleicht eine etwas abwechslungsreichere Landschaft bietet, wurden wir eines Besseren belehrt. Die Strasse und die Landschaft links und rechts behielt ihre erbarmungslose Monotonie bei.
Dann waren wir auch schon im Kakadu National Park, dem groessten in ganz Australien. Nachdem wir uns 36km ueber eine unbefestigte Huckelstrasse bis hin zum Gulom Wasserfall gequaelt hatten und unterwegs die Auswirkungen einiger Buschfeuer best aunen konnten (die da nur ein paar Tage vorher durchgerauscht sind), machte sich die Muehe am Ende bezahlt. Am Ende eines steilen Weges, der bis zur Spitze des Wasserfalls fuehrte, bot sich uns ein herrlicher Pool mit Ausblick ueber den halbausgebrannten Parkbereich zu unseren Fuessen. Dort haben wir gebadet und sind gesprungen, waren dort ganz alleine, hatten dieses Paradies fuer uns und mussten es mit niemanden teilen.
Danach sind wir zu den Steilklippen von Noulangie gefahren und dort, mit einem Fliegenschutz bewaffnet, bis zur Spitze gelaufen. Die Fliegen hier sind echt unertraeglich und standing in unserem Gesicht.
Und dann endlich waren wir in Dawin, haben die Stadt abgescheckt, unser Auto nach all dem Staub der vergangenen Tage gewaschen und uns einen Schlafplatz fuer die erste Nacht gesucht.
Anders als in Queensland, darf man hier nirgends wild campen. Wir haben dann aber eine ruhige Stelle gefunden, wurden aber mitten in der Nacht geweckt, als eine Horde Aboriginie-Kinder aus einem vorbeifahrenden Auto kleine Steine an den gelben Blitz geschmissen haben! Am naechsten Morgen stellten wir dann die Kratzer fest, haben die Stelle gereinigt und mit gelber Rostschutzfarbe ueberstrichen. Dummer Kinder!!
Um auch ein bisschen Kultur aufzusaugen, besuchten wir das ehemalige Fannie Bay Gaol Prison (Gefaengnis) und waren in der Art Gallery of Northern Territory. Ehrlich gesagt ging es hier nicht wirklich um Kultur, sondern vielmehr darum, die heissen Stunden des Tages (8am-5pm) in einem klimatisierten Raum zu verbringen! Aber die Art Gallery war gut. Hier wird einem genau vor Augen gehalten, was der Zyklon Tracy einst mit Darwin angerichtet hat. Am Weihnachtsabend 1974 zerstoerte dieser Wirbelsturm fast 70 % der gesamten Stadt und man kann originale Tonaufzeichnungen und Filme bestaunen, um sich ein Bild vom Ausmass der Zerstoerung zu machen. Viel ingteressanter fuer uns war dann aber doch die Kinderabteilung, die, wie sich sehr schnell herrausstellte auch fuer aeltere Kinder geeignet war.
Bevor wir Darwin verlassen werden wollen wir noch in ein Aquarium gehen, in dem die Tiere und das Wasser sich selbst ueberlassen sind. Keine Fuetterung, keine Sauerstoffpumpen!
Dann gehts weiter nach Broome und Exmouth, von wo aus wir die Westkueste in Angriff nehmen werden.
Bis dahin die liebsten Gruesse und lasst es euch an nichts mangeln!
Basti und Bine
Mit einem weinenden Auge haben wir Cairns verlassen und sind gespannt auf das, was uns erwarten wird. Der erste Abschnitte des langen Weges fuehrte uns durch die Atherton Tabelands, wo wir uns viele schoene Wasserfaelle angeschaut, einen riesengrossen “Fig Tree” , der 500 Jahre alt ist gesehen haben und waren in den heissen Quellen von Innot Springs baden. Das heisseste Becken hatte eine Wassertemperatur von 45 Grad Celsius, worin man nur hoechstens 10 Minuten baden sollte, um nicht zu Suppe zu werden!
Danach gings auf dem Savanna Way weiter in Richtung Normanton. Die Strasse war einspurig, links und rechts davon nur rote Erde und trockenes Gras, ueberall waren Rinder und wir hatten das Gefuehl, die Sonne stuende den ganzen Tag erbarmungslos im Zenit. Man beachte den Schattewurf des Strassenpfeilers. Ich wuerde sagen, dass das Schlimmste an dieser Gegend die durchgehende Strasse bis zum Horizont war. Und das nicht nur bis zum ersten Horizont, sondern wenn man da ankommt, dann nochmal und nochmal und nochmal und so weiter. 2700km Outback-nichts! Total ausgetrocknete Fluesse, kaputte Reifen und tote Tiere (meistens Kangoroos oder Kuehe!!!) teilen sich die Schau entlang der Strasse. Und falls jetzt jemand ins Gruebeln geraet, welches Fahrzeug wohl in der Lage ist, eine ausgewachsene Kuh umzufahren, ohne irgendwelche Spuren (ausser der Kuh) zu hinterlassen, heisst die Antwort Roadtrain (Strassen-Zug). Die ueberdiemensionalen LKW`s haben uns sehr beeindruckt, da sie im Durchschnitt 3-4 Anhaenger haben und somit bis zu 53,5 Meter lang sein koennen. Die Gewichtsbegrenzzung liegt laut Wikipedia bei 132 Tonnen (ohne Zugmaschiene) und abhaengig vom jeweiligen Staat,duerfen die Roadtrains 90 oder 100km/h fahren. Gigantisch - denken wir und wollen auf keinen Fall in der Kuhhaut stecken, wenn 140 Tonnen mit 100km/h die Viecher von der Strasse fegen! Bei Tage sind diese Dinger ganz interessant und schoen zu begucken, aber nachts moechte man ihnen nicht begegnen!
In Normantown angekommen, haben wir nur schnell aufgetankt und fuhren weiter - immer mit den Gedanken, wie koennen die Menschen dort nur leben, im NICHTS?! Unser naechtes Ziel war Mt. Isa. An dem Ausblick ueber diese Stadt erkennt man nicht schwer, das es dort rein gar nichts gibt! Und das ist auch das, was wir da wollten - gar nichts! Einzig interessant war ein Wegweiser mit Richtungs- und Entfernungsangaben, wonach Frankfurt nur 14213 Kilometer entfernt von uns war, was nicht so weit scheint, wenn man bedenkt das wir mit unserer alten Lady mittlerweile 15000 Kilometer (seit Sydney) zurueck gelegt haben.
Da der gelbe Blitz, wie bereits des Oefteren benannt, seine Staerke in den Langstrecken hat, versuchten wir soviel Kilometer wie nur moeglich (was in unserem Fall 650-750 km bedeutet) am Tag zu schaffen. Wenn man die Bilder von der Strasse sieht, die wir etwa 100km voneinander entfernt gemacht haben (obwohl sie wirken, als waeren sie in Sekundenabstand entstanden) bekommt man einen Eindruck wie endlos lang und abwechslungsreich (ironisch) dieses Outback, aber auch wie verdammt gross Australien ist. Manchmal und wirklich nicht selten, ging einfach rechts oder links eine rote Sandstrasse vom Highway ab, auf einem Schild stand der Name einer Orttschaft und dahinter “noch 136 km”. Man kann sich einfach nicht vorstellen wie die Menschen dort leben, in was fuer einer Einoede, und vor Allem wie sie versorgt werden.
Als wir dann irgendwann das Northern Territory mit der Hoffnung erreichten, dass sich uns nun vieleicht eine etwas abwechslungsreichere Landschaft bietet, wurden wir eines Besseren belehrt. Die Strasse und die Landschaft links und rechts behielt ihre erbarmungslose Monotonie bei.
Dann waren wir auch schon im Kakadu National Park, dem groessten in ganz Australien. Nachdem wir uns 36km ueber eine unbefestigte Huckelstrasse bis hin zum Gulom Wasserfall gequaelt hatten und unterwegs die Auswirkungen einiger Buschfeuer best aunen konnten (die da nur ein paar Tage vorher durchgerauscht sind), machte sich die Muehe am Ende bezahlt. Am Ende eines steilen Weges, der bis zur Spitze des Wasserfalls fuehrte, bot sich uns ein herrlicher Pool mit Ausblick ueber den halbausgebrannten Parkbereich zu unseren Fuessen. Dort haben wir gebadet und sind gesprungen, waren dort ganz alleine, hatten dieses Paradies fuer uns und mussten es mit niemanden teilen.
Danach sind wir zu den Steilklippen von Noulangie gefahren und dort, mit einem Fliegenschutz bewaffnet, bis zur Spitze gelaufen. Die Fliegen hier sind echt unertraeglich und standing in unserem Gesicht.
Und dann endlich waren wir in Dawin, haben die Stadt abgescheckt, unser Auto nach all dem Staub der vergangenen Tage gewaschen und uns einen Schlafplatz fuer die erste Nacht gesucht.
Anders als in Queensland, darf man hier nirgends wild campen. Wir haben dann aber eine ruhige Stelle gefunden, wurden aber mitten in der Nacht geweckt, als eine Horde Aboriginie-Kinder aus einem vorbeifahrenden Auto kleine Steine an den gelben Blitz geschmissen haben! Am naechsten Morgen stellten wir dann die Kratzer fest, haben die Stelle gereinigt und mit gelber Rostschutzfarbe ueberstrichen. Dummer Kinder!!
Um auch ein bisschen Kultur aufzusaugen, besuchten wir das ehemalige Fannie Bay Gaol Prison (Gefaengnis) und waren in der Art Gallery of Northern Territory. Ehrlich gesagt ging es hier nicht wirklich um Kultur, sondern vielmehr darum, die heissen Stunden des Tages (8am-5pm) in einem klimatisierten Raum zu verbringen! Aber die Art Gallery war gut. Hier wird einem genau vor Augen gehalten, was der Zyklon Tracy einst mit Darwin angerichtet hat. Am Weihnachtsabend 1974 zerstoerte dieser Wirbelsturm fast 70 % der gesamten Stadt und man kann originale Tonaufzeichnungen und Filme bestaunen, um sich ein Bild vom Ausmass der Zerstoerung zu machen. Viel ingteressanter fuer uns war dann aber doch die Kinderabteilung, die, wie sich sehr schnell herrausstellte auch fuer aeltere Kinder geeignet war.
Bevor wir Darwin verlassen werden wollen wir noch in ein Aquarium gehen, in dem die Tiere und das Wasser sich selbst ueberlassen sind. Keine Fuetterung, keine Sauerstoffpumpen!
Dann gehts weiter nach Broome und Exmouth, von wo aus wir die Westkueste in Angriff nehmen werden.
Bis dahin die liebsten Gruesse und lasst es euch an nichts mangeln!
Basti und Bine
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Von Cairns zum Cape Tribulation
Und schon wieder ein neuer Blogeintrag! Was ist denn da los in Down Under? Nachdem wir also Paronella Park verlassen hatten, gings ab nach Cairns! Fuer uns war das nicht nur eine weitere Stadt an der Ostkueste, sondern auch irgendwie soetwas wie das Ende einer Etappe! Endlich sieht man auch auf einer grossen Karte, dass wir echt schon ein ordentliches Stueck bewaelltigt haben (Stolz!!).
Und Cairns ist wirklich der kroenende Abschluss der Ostkueste. Mit seinen 70 000 Einwohnern, nach Brisbane und Townsville die drittgroesste Stadt Queenslands, ist Cairns mit allem ausgestattet, was das Backpackerherz begehrt. Viele schoene Plaetze, wo man nachts ungestoert schlafen kann, eine Lagoone, viele kostenlose Grillplaetze, Duschen (fuer die Weibchen sogar warm!!) und jede Menge Clubs und Kinkerlitzchen!
Nach unserer Ankunft und der ueblichen Besichtigungsrundfahrt landeten wir auch prompt auf dem Parkplatz der Lagoone! Immer mal wieder liest man in Reisefuehrern und Berichten, dass sich so manch erhitzter Discodancer nach ettlichen Bieren und allerlei anderen Getraenken gerne auf dem Nachhauseweg ins kuehle Nass stuerzt, und das nur selten allein! So wird ab 22 uhr eine orange Strippe rund ums Becken gespannt, was die betrunkenen Horden davon abhalten soll, sich mit 2 Promille und unter lautem Getose ins Wasser zu stuerzen. Verstaerkt wird die Wirkung der Verbots-Strippe durch die 3 Patroulierenden Sicherheitsmaenner mit Knueppel und Funkgeraet und das angrenzende Polizeirevier. Somit ist es nachts eher ruhig in dem kleinen Teich und es blieb genuegend Zeit fuer ein Foto.
Unser erstes Ziel in Cairns war eine VW-Werkstatt, weil unsere Rego (Zulassung) abgelaufen war und wir als brave Buerger das Ding natuerlich sofort erneuern wollten. Leider muss man dafuer zu einer Inspektion. Die sagen dann, was auf jeden Fall gemacht werden muss und Punkt. Es half kein Flehen und kein Murren! 3 Oel Loecher mussten repariert und die Motorhalterung ersetzt werden. Leider macht das aber die Inspektionswerkstatt nicht, weswegen wir eine gute Woche warten mussten, bis wir ueberhaupt einen Termin bei der Schei…VW-Werkstatt bekamen!
Unseren Aerger ueber das Auto konnten wir dann aber ersteinmal vergessen, als die Jungs (Martin. Christian, Basti) eintrafen und wir direkt eine Bustour fuer den naechsten Abend gebucht haben. Bustour hoert sich zwar langweilig an, aber wenn man bedenkt, dass uns ein offener Doppeldeckerbus mit wummerndem Bass von Club zu Club faehrt, wir mit Pizza und BBQ (Grillzeug) vollgestopf werden, alle Getraenke etwas billiger und Getraenkegutscheine fuer 6 oder 7 Clubs bekommen, dann ist das doch ganz gut. Hinzu kam, dass wir bei unzaehligen dussligen Trinkspielen haufenweise geile Preise abstauben konnten! Also gab es vorher eine Lustigmacher-Bowle mit den Jungs auf dem Parkplatz und dann ging es um 18.30 Uhr (!!!!!) hinein ins Samstagnachtleben von Cairns. WIR KOENNEN ES NUR JEDEM RATEN!!!
Bine hat bei den Spielen ordentlich abgeraeumt und gewann ein Ganztags-Rafting- und einen Tages-Schnorchel-und-Relax-Tripp hinaus zum Reef!!!!!! Ordentlich gefeiert, Geld gefunden, kaum was ausgegeben, trotzdem stark angeheitert gewesen und dann noch Preise gewonnen! Wo gibts das noch? Der Abend hat sich auf jeden Fall riesig gelohnt und noch mehr Spass gemacht!
Leider bekam ich in den folgenden Tagen wieder Zahnschmerzen - geil! Der Zahnarzt hatte aber seine Praxis grad erst frisch eroeffnet, weswegen neue Kunden gern gesehen und herzlich empfangen wurden! Es stellte sich dann heraus, dass eine Wurzel des Backenzahns entzuendet war und am Besten eine Wurzel-Kanal-Behandlung durchgefuehrt werden muesse, so Dr. Richards! Die dauert aber leider 2 Wochen, kostet einen Haufen Schotter und fuehlt sich nicht so toll an! Naja, man moechte ja aber auch nicht mit einer, tief im Kiefer lauernden Infektion ins Outback fahren. Also kurz alles abgesprochen und rein mit der Betaeubungsspritze, dem Gestell fuer das gruene Gummituch und den ganzen spitzen Bohrern!
Um nun aber auch irgendwie die Wartezeit fuer die 2. und 3. Zahnarztsitzung und den anstehenden Werkstatttermin rumzukriegen haben wir nach Arbeit Ausschau gehalten und konnten in dem kleinen, etwas noerdlicher gelegennen Oertchen Mareeba durch Maisfelder strohmern! Ziel dabei war es, nach einem bestimmten System des Farmers, die Aehren aus jeder der Maispflanzen zu reissen. Die Arbeit war Nichts im Vergleich zu Bowen, wurde aber mehr als Doppelt so gut bezahlt. Und neben dem finanziellen Aspekt sei zu erwaehnen, dass wir hier nicht wie Sklaven behandelt wurden, sondern nach Feierabend (jeden Tag!!) ein eiskaltes Bierchen bekommen haben und nach dem letzten Arbeitstag beim Farmer zum Grillfest eingeladen wurden! Danke an Micheal und seine Familie!!!
Neben der geilen Arbeit hatten die Atherton Tablelands (so heisst die huegelige Gegend dort) aber auch wunderbare Wasserfaelle fuer uns parat und an einem unserer freien Tage sind wir dann mit Martin und Christian zu den Emerald Creek Falls gefahren. Der olle Weg war eigentlich nichts fuer den gelben Blitz, der seine Staerken lieber auf dem Highway ausspielt, aber letztendlich sind wir mal wieder ueberall hin- und hochgekommen!
Und die Muehe hat sich definitiv gelohnt, denn obwohl wegen der langen Trockenzeit der Wasserstand und damit die Staerke der Wasserfaelle nicht so ueberwaeltigend war, fanden wir dennoch einen herrlich gelegenen Pool, der von einem kleinen Wasserfall gespeist wurde und tief genug war, um zu springen, zu tauchen und Bloedsinn zu machen! Perfekt :)
Anderswann mussten Christian und ich einen Tag lang Steine von Michaels Feld raeumen, sodass Bine und Martin den freien Tag nutzten, um die Granit Gorge zu besichtigen. Dort gab es haufenweise niedliche Felskangoroos, die einen erst mit ihren Knopfaeuglein anlocken und dann gefuettert werden wollen!
Als wir dann unsure Zelte in Mareeba abgebrochen haben und zureuck in Cairns waren, hies es fast schon Abschied nehmen. Christian und Martin wollten nach Cape York, wohin wir mit unserem Highway-Auto nicht folgen konnten. Der erste Abschnitt des Weges fuehrte aber ueber eine normale Strasse nach Port Douglas, weswegen wir bis dahin noch gemeinsam fuhren. Da wir in Cairns auf unserer Partybustour fleissig bei allen Spielen vertreten waren, hatten wir unter anderem einen Gutschein fuer eine Freikarte ins Rainforest Habitat von Port Douglas. Hier gabs echt viele bunte Voegel, riesenhafte Papageien, Cassowaries und jede Menge Kangoroos und Wallabees. Eins von ihnen, das wir zufaellig beim Essen beobachtet haben, erinnerte uns irgendwie an Zimme (guckt euch nur mal den Oberarm an!!!) :) Abends gabs dann noch ein letztes gemeinsames Bierchen, leckere Bratwurst und Bines zauberhafte Avocado-Crème! Dann trennten sich unsere Wege. Die Jungs bretterten in die Wildnis und wir fuhren von Port Douglas noch etwas weiter noerdlich zum Cape Tribulation - dem Kap des Truebsals, wo der angeblich erste Backpacker Australiens, Sir Captain James Cook, mit seinem Schiff auf Grund gelaufen ist und bei der Namensgebung des Kuestanabschnitts anscheinend seiner damaligen Gemuetsstimmung Ausdruck verliehen hat. Anstatt Truebsal zu blasen, kann man hier jedoch wunderbar den ueberwaeltigenden Regenwald bestaunen, der hier direkt auf das Meer trifft und nur durch einem puderweichen Strandabschnitt vom Wasser getrennt ist.
Und wenn man immer aufmerksam auf kleine Wegabzweigungen am Strassenrand achtet, findet man die ein oder andere ungestoerte Badestelle an einem der vielen Wasserloecher entlang der, durch den Regenwald verlaufenden Fluesschen :)
Zurueck in Cairns hat Bine ihren, auf der Partybustour errungenen Raftingtrip wahrgenommen, waehrend ich mir einen schoenen Tag im Schatten des TANK-Art Centre gemacht habe. Schatten, Strom und fliessend Wasser - was braucht man mehr! Als Bine abends wieder mit dem Tourbus ankam, gabs viel zu erzaehlen. Einen Tag spaeter haben wir dann auch gleich noch den gewonnenen Reef-Trip gemacht und waren ein letztes Mal im Great Barrier Reef schnorcheln, baden, schwimmen! Perfektes Wetter und ein schoenes Boot! Danke nochmal an Bine fuers fleissige Gewinnen J Fotos haben wir auch gemacht, aber nur mit einer Einwegkamera von Dirk Rossman, weswegen die Bilder wohl leider nicht in diesem Blog auftauchen.
Den letzten Abend in Cairns wollten wir dann ganz ruhig an unserem Auto verbringen, um fuer den naechsten Tag und die lange Reise durchs Outback gestaerkt zu sein. Aber es kam anders, ganz anders.
In Cairns bekommt man fast ueberall Gutscheine fuer ein freies Abendessen - free meal - dessen geheime Geschaeftsidee darin besteht, den Backpacker mit einem Gratisessen ins Lokal zu locken und dann ordentlich Umsatz durch Bier etc. zu machen. Mit diesem Wissen und zwei free meal Gutscheinen bewaffnet sind wir dann in die Rhino-Bar gegangen um uns lediglich unser Abendessen abzuholen und dann wieder zu verschwinden. Mit dem Essen gabs aber auch noch Lose und eine junge Frau war eifrig damit beschaeftigt uns und allen anderen ein rotes Band ums Handgelenk zu knueppern, womit wir Getraenke billiger bekommen wuerden. Nachtigal ick hoer dia trappsen! Die erste Verlosung begann dann auch unmittelbar nach dem Essen. Der, dessen Losnummer gezogen wurde, durfte auf die Buehne um in einem Spiel gegen andere durstige Backpacker um einen 25 $ Getraenkegutschein zu kaempfen. Wir wurden nicht gezogen, aber die Aussicht auf das naechste Spiel (50 $ Getraenkegutschein) und weitere Verlosungen im Laufe des Abends (Day-Trip durch den Regenwald und 2Tage-2Naechte-Sailing-the-WhitSundays) hatten ihre Wirkung! Schnell noch mal zum Auto, Klamottenwechsel, Auto umparken fuer die Nacht und ab zurueck. Wir kamen auch genau richtig zum 2. Spiel, denn als wir den Club betraten begruesste uns der DJ mit den Worten „Yeah we need another couple here on the stage!“ und zack waren wir oben, zusammen mit 5 anderen Paaren. Das Spiel war auch echt zu bloed um es hier genauer auszuwelzen, aber gewonnen haben WIR und waren somit die gluecklichen Gewinner eines 50 $ Getraenkegutscheins! Wuhuu! Dann merkten wir, dass 30 min. spaeter sowieso Power-Hour war, was bedeutet, dass man fuer eine Stunde alles umsonst bekommt. Bier, Wein, Schnapps! Oh Mann! Also noch so schnell wie moeglich von dem Getraenkegutschein was bestellt und ausgetrunken, um dann schon mit guter Stimmung und einigen Restdollars vom Gutschein in die Power-Hour zu starten! Ein Traum! Die Stimmung wurde immer besser, die Leute fingen an zu tanzen und der Club schwitzte! Wenn man bedenkt, dass es Donnerstag und grad mal 22 Uhr war, muss man unweigerlich grinsen! Irgendwann hab ich dann noch 2 nagelneue 50$ Scheine vor der Bar gefunden und Bine hat auf Nachfrage, wann denn endlich die letzten Verlosungen sind, den Day-Trip im Rainforest einfach so bekommen, weil sowieso alle zu voll waren um noch irgendwas zu spielen! Ordentlicher Laden! Und weil wir ja direkt aus dem Regenwald gekommen sind und den Preis gar nicht mehr brauchten haben wir ihn dann am naechsten Morgen verschenkt und sind Richtung Westen aufgebrochen. Nach all den schoenen Erlebnissen hier behalten wir Cairns als die angenehmste der Ostkuestengrossstaedte Australiens in Erinnerung und blicken gespannt auf die rot beerdete Outbackregion, die wir als naechstes durchqueeren. Ich denke, der Kontrast koennte grosser nicht sein.
Doch davon mehr beim naechsten Mal!
Die schoensten Gruesse an alle Freunde und Verwandte. Bis bald!
Bine und Basti
Und schon wieder ein neuer Blogeintrag! Was ist denn da los in Down Under? Nachdem wir also Paronella Park verlassen hatten, gings ab nach Cairns! Fuer uns war das nicht nur eine weitere Stadt an der Ostkueste, sondern auch irgendwie soetwas wie das Ende einer Etappe! Endlich sieht man auch auf einer grossen Karte, dass wir echt schon ein ordentliches Stueck bewaelltigt haben (Stolz!!).
Und Cairns ist wirklich der kroenende Abschluss der Ostkueste. Mit seinen 70 000 Einwohnern, nach Brisbane und Townsville die drittgroesste Stadt Queenslands, ist Cairns mit allem ausgestattet, was das Backpackerherz begehrt. Viele schoene Plaetze, wo man nachts ungestoert schlafen kann, eine Lagoone, viele kostenlose Grillplaetze, Duschen (fuer die Weibchen sogar warm!!) und jede Menge Clubs und Kinkerlitzchen!
Nach unserer Ankunft und der ueblichen Besichtigungsrundfahrt landeten wir auch prompt auf dem Parkplatz der Lagoone! Immer mal wieder liest man in Reisefuehrern und Berichten, dass sich so manch erhitzter Discodancer nach ettlichen Bieren und allerlei anderen Getraenken gerne auf dem Nachhauseweg ins kuehle Nass stuerzt, und das nur selten allein! So wird ab 22 uhr eine orange Strippe rund ums Becken gespannt, was die betrunkenen Horden davon abhalten soll, sich mit 2 Promille und unter lautem Getose ins Wasser zu stuerzen. Verstaerkt wird die Wirkung der Verbots-Strippe durch die 3 Patroulierenden Sicherheitsmaenner mit Knueppel und Funkgeraet und das angrenzende Polizeirevier. Somit ist es nachts eher ruhig in dem kleinen Teich und es blieb genuegend Zeit fuer ein Foto.
Unser erstes Ziel in Cairns war eine VW-Werkstatt, weil unsere Rego (Zulassung) abgelaufen war und wir als brave Buerger das Ding natuerlich sofort erneuern wollten. Leider muss man dafuer zu einer Inspektion. Die sagen dann, was auf jeden Fall gemacht werden muss und Punkt. Es half kein Flehen und kein Murren! 3 Oel Loecher mussten repariert und die Motorhalterung ersetzt werden. Leider macht das aber die Inspektionswerkstatt nicht, weswegen wir eine gute Woche warten mussten, bis wir ueberhaupt einen Termin bei der Schei…VW-Werkstatt bekamen!
Unseren Aerger ueber das Auto konnten wir dann aber ersteinmal vergessen, als die Jungs (Martin. Christian, Basti) eintrafen und wir direkt eine Bustour fuer den naechsten Abend gebucht haben. Bustour hoert sich zwar langweilig an, aber wenn man bedenkt, dass uns ein offener Doppeldeckerbus mit wummerndem Bass von Club zu Club faehrt, wir mit Pizza und BBQ (Grillzeug) vollgestopf werden, alle Getraenke etwas billiger und Getraenkegutscheine fuer 6 oder 7 Clubs bekommen, dann ist das doch ganz gut. Hinzu kam, dass wir bei unzaehligen dussligen Trinkspielen haufenweise geile Preise abstauben konnten! Also gab es vorher eine Lustigmacher-Bowle mit den Jungs auf dem Parkplatz und dann ging es um 18.30 Uhr (!!!!!) hinein ins Samstagnachtleben von Cairns. WIR KOENNEN ES NUR JEDEM RATEN!!!
Bine hat bei den Spielen ordentlich abgeraeumt und gewann ein Ganztags-Rafting- und einen Tages-Schnorchel-und-Relax-Tripp hinaus zum Reef!!!!!! Ordentlich gefeiert, Geld gefunden, kaum was ausgegeben, trotzdem stark angeheitert gewesen und dann noch Preise gewonnen! Wo gibts das noch? Der Abend hat sich auf jeden Fall riesig gelohnt und noch mehr Spass gemacht!
Leider bekam ich in den folgenden Tagen wieder Zahnschmerzen - geil! Der Zahnarzt hatte aber seine Praxis grad erst frisch eroeffnet, weswegen neue Kunden gern gesehen und herzlich empfangen wurden! Es stellte sich dann heraus, dass eine Wurzel des Backenzahns entzuendet war und am Besten eine Wurzel-Kanal-Behandlung durchgefuehrt werden muesse, so Dr. Richards! Die dauert aber leider 2 Wochen, kostet einen Haufen Schotter und fuehlt sich nicht so toll an! Naja, man moechte ja aber auch nicht mit einer, tief im Kiefer lauernden Infektion ins Outback fahren. Also kurz alles abgesprochen und rein mit der Betaeubungsspritze, dem Gestell fuer das gruene Gummituch und den ganzen spitzen Bohrern!
Um nun aber auch irgendwie die Wartezeit fuer die 2. und 3. Zahnarztsitzung und den anstehenden Werkstatttermin rumzukriegen haben wir nach Arbeit Ausschau gehalten und konnten in dem kleinen, etwas noerdlicher gelegennen Oertchen Mareeba durch Maisfelder strohmern! Ziel dabei war es, nach einem bestimmten System des Farmers, die Aehren aus jeder der Maispflanzen zu reissen. Die Arbeit war Nichts im Vergleich zu Bowen, wurde aber mehr als Doppelt so gut bezahlt. Und neben dem finanziellen Aspekt sei zu erwaehnen, dass wir hier nicht wie Sklaven behandelt wurden, sondern nach Feierabend (jeden Tag!!) ein eiskaltes Bierchen bekommen haben und nach dem letzten Arbeitstag beim Farmer zum Grillfest eingeladen wurden! Danke an Micheal und seine Familie!!!
Neben der geilen Arbeit hatten die Atherton Tablelands (so heisst die huegelige Gegend dort) aber auch wunderbare Wasserfaelle fuer uns parat und an einem unserer freien Tage sind wir dann mit Martin und Christian zu den Emerald Creek Falls gefahren. Der olle Weg war eigentlich nichts fuer den gelben Blitz, der seine Staerken lieber auf dem Highway ausspielt, aber letztendlich sind wir mal wieder ueberall hin- und hochgekommen!
Und die Muehe hat sich definitiv gelohnt, denn obwohl wegen der langen Trockenzeit der Wasserstand und damit die Staerke der Wasserfaelle nicht so ueberwaeltigend war, fanden wir dennoch einen herrlich gelegenen Pool, der von einem kleinen Wasserfall gespeist wurde und tief genug war, um zu springen, zu tauchen und Bloedsinn zu machen! Perfekt :)
Anderswann mussten Christian und ich einen Tag lang Steine von Michaels Feld raeumen, sodass Bine und Martin den freien Tag nutzten, um die Granit Gorge zu besichtigen. Dort gab es haufenweise niedliche Felskangoroos, die einen erst mit ihren Knopfaeuglein anlocken und dann gefuettert werden wollen!
Als wir dann unsure Zelte in Mareeba abgebrochen haben und zureuck in Cairns waren, hies es fast schon Abschied nehmen. Christian und Martin wollten nach Cape York, wohin wir mit unserem Highway-Auto nicht folgen konnten. Der erste Abschnitt des Weges fuehrte aber ueber eine normale Strasse nach Port Douglas, weswegen wir bis dahin noch gemeinsam fuhren. Da wir in Cairns auf unserer Partybustour fleissig bei allen Spielen vertreten waren, hatten wir unter anderem einen Gutschein fuer eine Freikarte ins Rainforest Habitat von Port Douglas. Hier gabs echt viele bunte Voegel, riesenhafte Papageien, Cassowaries und jede Menge Kangoroos und Wallabees. Eins von ihnen, das wir zufaellig beim Essen beobachtet haben, erinnerte uns irgendwie an Zimme (guckt euch nur mal den Oberarm an!!!) :) Abends gabs dann noch ein letztes gemeinsames Bierchen, leckere Bratwurst und Bines zauberhafte Avocado-Crème! Dann trennten sich unsere Wege. Die Jungs bretterten in die Wildnis und wir fuhren von Port Douglas noch etwas weiter noerdlich zum Cape Tribulation - dem Kap des Truebsals, wo der angeblich erste Backpacker Australiens, Sir Captain James Cook, mit seinem Schiff auf Grund gelaufen ist und bei der Namensgebung des Kuestanabschnitts anscheinend seiner damaligen Gemuetsstimmung Ausdruck verliehen hat. Anstatt Truebsal zu blasen, kann man hier jedoch wunderbar den ueberwaeltigenden Regenwald bestaunen, der hier direkt auf das Meer trifft und nur durch einem puderweichen Strandabschnitt vom Wasser getrennt ist.
Und wenn man immer aufmerksam auf kleine Wegabzweigungen am Strassenrand achtet, findet man die ein oder andere ungestoerte Badestelle an einem der vielen Wasserloecher entlang der, durch den Regenwald verlaufenden Fluesschen :)
Zurueck in Cairns hat Bine ihren, auf der Partybustour errungenen Raftingtrip wahrgenommen, waehrend ich mir einen schoenen Tag im Schatten des TANK-Art Centre gemacht habe. Schatten, Strom und fliessend Wasser - was braucht man mehr! Als Bine abends wieder mit dem Tourbus ankam, gabs viel zu erzaehlen. Einen Tag spaeter haben wir dann auch gleich noch den gewonnenen Reef-Trip gemacht und waren ein letztes Mal im Great Barrier Reef schnorcheln, baden, schwimmen! Perfektes Wetter und ein schoenes Boot! Danke nochmal an Bine fuers fleissige Gewinnen J Fotos haben wir auch gemacht, aber nur mit einer Einwegkamera von Dirk Rossman, weswegen die Bilder wohl leider nicht in diesem Blog auftauchen.
Den letzten Abend in Cairns wollten wir dann ganz ruhig an unserem Auto verbringen, um fuer den naechsten Tag und die lange Reise durchs Outback gestaerkt zu sein. Aber es kam anders, ganz anders.
In Cairns bekommt man fast ueberall Gutscheine fuer ein freies Abendessen - free meal - dessen geheime Geschaeftsidee darin besteht, den Backpacker mit einem Gratisessen ins Lokal zu locken und dann ordentlich Umsatz durch Bier etc. zu machen. Mit diesem Wissen und zwei free meal Gutscheinen bewaffnet sind wir dann in die Rhino-Bar gegangen um uns lediglich unser Abendessen abzuholen und dann wieder zu verschwinden. Mit dem Essen gabs aber auch noch Lose und eine junge Frau war eifrig damit beschaeftigt uns und allen anderen ein rotes Band ums Handgelenk zu knueppern, womit wir Getraenke billiger bekommen wuerden. Nachtigal ick hoer dia trappsen! Die erste Verlosung begann dann auch unmittelbar nach dem Essen. Der, dessen Losnummer gezogen wurde, durfte auf die Buehne um in einem Spiel gegen andere durstige Backpacker um einen 25 $ Getraenkegutschein zu kaempfen. Wir wurden nicht gezogen, aber die Aussicht auf das naechste Spiel (50 $ Getraenkegutschein) und weitere Verlosungen im Laufe des Abends (Day-Trip durch den Regenwald und 2Tage-2Naechte-Sailing-the-WhitSundays) hatten ihre Wirkung! Schnell noch mal zum Auto, Klamottenwechsel, Auto umparken fuer die Nacht und ab zurueck. Wir kamen auch genau richtig zum 2. Spiel, denn als wir den Club betraten begruesste uns der DJ mit den Worten „Yeah we need another couple here on the stage!“ und zack waren wir oben, zusammen mit 5 anderen Paaren. Das Spiel war auch echt zu bloed um es hier genauer auszuwelzen, aber gewonnen haben WIR und waren somit die gluecklichen Gewinner eines 50 $ Getraenkegutscheins! Wuhuu! Dann merkten wir, dass 30 min. spaeter sowieso Power-Hour war, was bedeutet, dass man fuer eine Stunde alles umsonst bekommt. Bier, Wein, Schnapps! Oh Mann! Also noch so schnell wie moeglich von dem Getraenkegutschein was bestellt und ausgetrunken, um dann schon mit guter Stimmung und einigen Restdollars vom Gutschein in die Power-Hour zu starten! Ein Traum! Die Stimmung wurde immer besser, die Leute fingen an zu tanzen und der Club schwitzte! Wenn man bedenkt, dass es Donnerstag und grad mal 22 Uhr war, muss man unweigerlich grinsen! Irgendwann hab ich dann noch 2 nagelneue 50$ Scheine vor der Bar gefunden und Bine hat auf Nachfrage, wann denn endlich die letzten Verlosungen sind, den Day-Trip im Rainforest einfach so bekommen, weil sowieso alle zu voll waren um noch irgendwas zu spielen! Ordentlicher Laden! Und weil wir ja direkt aus dem Regenwald gekommen sind und den Preis gar nicht mehr brauchten haben wir ihn dann am naechsten Morgen verschenkt und sind Richtung Westen aufgebrochen. Nach all den schoenen Erlebnissen hier behalten wir Cairns als die angenehmste der Ostkuestengrossstaedte Australiens in Erinnerung und blicken gespannt auf die rot beerdete Outbackregion, die wir als naechstes durchqueeren. Ich denke, der Kontrast koennte grosser nicht sein.
Doch davon mehr beim naechsten Mal!
Die schoensten Gruesse an alle Freunde und Verwandte. Bis bald!
Bine und Basti
Montag, 26. Oktober 2009
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