Wiedermal gibts Neues von Down Under. Nachdem wir die Cold Coast und ihre weissen Sandstraende hinter uns gelassen haben, kamen wir nach Brisbane. Nach einer anfaenglich sehr verwirrenden Fahrt durch diese Millionenstadt wussten wir nicht wohin. An jeder Strassenseite und jedem Parkplatz hatte immer mindestens einer von uns beiden irgendetwas zu bemaengeln. Zu dunkel, zu belebt, zu abseits und zu riskant, dass wieder ein engagierter Polizist klopft und mit Strafe droht. Doch Woolworth sei dank, fanden wir dann endlich ein lauschiges Plaetzchen fuer unsere erste Nacht in Brisbane.
Den ersten Tag dort verbrachten wir damit die Stadt nach den Empfehlungen unseres “Lonely Planet” abzugrasen. Neben allerlei Grossstadtzeug und Historischem fanden wir auch sehr schoene Gegenden. Besonders toll war der Lifestyle Market im Stadtteil Southbank, wo es allerhand Klimmbimm, komische Leute und geile Live-Musik gab. Dort haben wir dann auch kurzfristig entschieden, uns “tatoowieren” zu lassen. Basti bekam eine schoene Schildkroete und ich das Southern Cross von Australien an den Knoechel, was uns beiden sehr gefiel.
Sehenswert war auch die weitreichende Aussicht vom Mt. Coot-tha, den wir bestiegen nachdem die im “Lonley Planet” so ueppig gepriesenen, in der Naehe liegenden Wasserfaelle (der eigentliche Grund fuer diese Wanderung) in die Kategorie mikrig bis nicht vorhanden fielen. Ein weiteres Highlight waren die ausserhalb Brisbanes gelegenen Botanischen Gaerten, in denen wir unsere Spuren hinterliessen, wie ihr auf den Bildern sehen koennt.
Neben all diesen Sehenswuerdigkeiten haben wir dann auch noch unsure alte Ladie flott gemacht, 4 niegelnagelneue Reifen aus dem Hause Bridgestone aufziehen und sie noch einmal vom Mechaniker schecken lassen, um dann auch keine Angst mehr vor den boesen Entfernungsschildern haben zu muessen. Wie gross Australien wirklich ist, merkt man erst auf dem Highway, 1675 km noch bis nach Cairns. Solche Anzeigen gibts in Deutschland einfach nicht und hier ist das Normalitaet. Sehr schnell begreift man hier, dass es nicht darum geht so schnell wie moeglich irgendwo zu sein, sondern dass der Weg das Ziel ist. Bleibt man jedoch zu lange an einem Ort, holt einen das Fernweh ein. Wir wollen weiter!
Mit unsure alten Ladie sind wir dann zu den Glass House Mountains gefahren und die Alte hat ganz schoen geschwitzt (gedampft). Dort oben angekommen haben wir uns erstmal einen schoenen Berg ausgesucht, den wir beklettern wollten und daher moeglichst hoch und steil sein sollte J Unsere Entscheidung fiel auf Tibrogargan, der laut einer Legende der Vater der 16 Felsen um ihn herum sein soll. Die Tour bis auf die Spitze sollte laut eines Schildes 3h dauern und sei nur fuer erfahrene Bergsteiger geeignet. Naja was heisst schon erfahren? Wir wollten sehen, wie weit wir kommen und wir kammen sehr weit (Gruss an Zimme, Nils und meine Mutter, die allesammt eins verbindet) Die Aussicht war gigantisch. Wir fuehlten uns frei wie ein Vogel J
Ein weiteres, ganz besonderes Highlight war der Australien Zoo. Wir beide haben in unseren ganzen Leben keinen besseren Zoo gesehen als diesen dort und ich denke, dass es auch keinen geben wird. Wir konnten mit Kangooros kuscheln, uns eine pandabaergrosse Schildkroete angucken, Elefanten fuettern und Koalas streicheln, ein wunderbarer, unvergesslicher Tag. Von der Krokodilshow waren wir beide jedoch ein wenig enttaeuscht. Entweder war das Krokodil gelangweilt oder die Akteure zu vorsichtig, der Krokodilteil der Show war jedenfalls oede. Schade, dass wir uns eine Show von Steve Irwan nicht angucken konnten, aber alles dort erinnert noch an den Verrueckten.
Danach gings weiter nach Caloundra, wo wir uns ganz spontan entschieden einen Sky Dive zu machen. Wir bekammen beide unsere Riemen um, eine kurze Einweisung und dann gings auch schon zum Flugzeug, indem wir zu viert gerade so Platz hatten. Eine Tuer gab es nicht, nur so eine Art Rolltor-Rollo aus durchsichtigem Plaste. Das Flugzeug hoerte sich sehr stotterig an und auf unsere Frage nach dem Warum bekamen wir gesagt, es waere eben ein alter Motor. Sehr beruhigend! Die Aussicht ueber Bribbie Island, Caloundra und die Sunshine Coast war herrlich und wir konnten die Sinne nocheinmal das geniessen lassen, was die Natur hier vor einem ausbreitet. Als wir dann eine Hoehe von 6000 feet (1800m) erreicht hatten, wurde das Rolltor-Rollo-Ding weggezerrt und aufeinmal war das letzte, woran ich denken konnte, die wunderbare Aussicht. Ein kalter Wind wehte uns um die Nase, und dann sezten wir uns auch schon an den Rand des Flugzeuges.
Bine: In diesem Augenblick, auf der kleinen Stufe am Ausgang eines fliegenden Flugzeuges sitzend, hatte ich komischerweise keine Angst. Meine Gedanken waren lehr. Vielzusehr konzentrierte ich mich auf die am Boden erteilten Anweisungen und achtete darauf, dass meine Arme vor der Brust verschraengt waren. Dann stiess der Tandemfallschirmspringer mich auch schon raus. Die 10 Sekunden freier Fall waren so verdammt schnell, so schnell und der Wind drueckte mein Gesicht platt. Ich konnte nur schreien, dann ging der Fallschirm auf und ich begann wieder zu atmen. Die Aussicht war wieder einmal gigantisch, und dieses immer noch andauernde Kribbelgefuehl mit keinem anderen vergleichbar. Das Verrueckteste und Beste was ich bis jetzt in meinem Leben gemacht habe! Geil!
Basti: Als ich sah, wie Bine und ihr Fallschirmkumpel aus dem Flugzeug sprangen, dachte ich nur SCHEISSE! Bines Schrei war nur ein Sekundenbruchteil zu hoeren gewesen und nun muss ich gleich hinterher. Aaaargh! Naja, der Typ auf meinem Ruecken machte nun schon Anstalten und robbte mit mir vorweg Richtung SCHEISSAUSANG! Ich sass vieleicht zwei Sekunden mit dem Draengler im Schlepptau auf dieser verdammten Schwelle zum Nichts, da hiess es auch schon Ready-Set-Go. Kann man sich hier vieleicht erstmal umgucken? Naja Kopp in Nacken, Arme vor die Brust und, hops, raus aus dem Flieger. Und das war auch fuer mich die mit Abstand krasseste Erfahrung meines Lebens! Ich konnte nur schreien und irgendwann wurde daraus ein schreiendes Lachen oder so. Auf jeden Fall total geil! Als der Fallschirm dann auf und die Sicht herrlich weit war, straemmten mir dann nach ein paar Minuten die Riemen an den Beinen. Haha Im Nachhinein war DAS eigentlich das Schlimmste an diesem wunderbaren Erlebnis.
Ein paar Tage spaeter sind wir dann zum Lake Kawana gefahren, haben uns dort mit den Brisbane River Dragons getroffen und hofften (denn es war bis dahin noch immer ungewiss), dass Basti einen Platz im Maenner- oder Mix-Team bekommen wuerde. Und siehe da: Im Openboat auf 4 und im Mixedboat auf 5 ging nun ein Prenzlauer mit an den Start bei den diesjaehrigen Australien Dragonboat Championships muhahahahaha! Am Ende dieses sonnigen Wochenendes zierten dann zwei silberne (500m/Openund 2000m/Mix) und eine bronzene (200m/Mix) Medaille den Rueckspiegel unseres Bully. Gratulation dem Australischen Vizemeister J
Jetzt geniessen wir noch ein paar Tage die schoene Sonne hier in Caloundra, bevor es weiter geht in Richtung Fraser Island. Unliebsame Zahnschmerzen und der daraus resultierende Besuch beim Dentisten haben die Kosten von Bastis Auslandskrankenversicherung bereits mehr als wett gemacht, hehe!
Den ersten Tag dort verbrachten wir damit die Stadt nach den Empfehlungen unseres “Lonely Planet” abzugrasen. Neben allerlei Grossstadtzeug und Historischem fanden wir auch sehr schoene Gegenden. Besonders toll war der Lifestyle Market im Stadtteil Southbank, wo es allerhand Klimmbimm, komische Leute und geile Live-Musik gab. Dort haben wir dann auch kurzfristig entschieden, uns “tatoowieren” zu lassen. Basti bekam eine schoene Schildkroete und ich das Southern Cross von Australien an den Knoechel, was uns beiden sehr gefiel.
Sehenswert war auch die weitreichende Aussicht vom Mt. Coot-tha, den wir bestiegen nachdem die im “Lonley Planet” so ueppig gepriesenen, in der Naehe liegenden Wasserfaelle (der eigentliche Grund fuer diese Wanderung) in die Kategorie mikrig bis nicht vorhanden fielen. Ein weiteres Highlight waren die ausserhalb Brisbanes gelegenen Botanischen Gaerten, in denen wir unsere Spuren hinterliessen, wie ihr auf den Bildern sehen koennt.
Neben all diesen Sehenswuerdigkeiten haben wir dann auch noch unsure alte Ladie flott gemacht, 4 niegelnagelneue Reifen aus dem Hause Bridgestone aufziehen und sie noch einmal vom Mechaniker schecken lassen, um dann auch keine Angst mehr vor den boesen Entfernungsschildern haben zu muessen. Wie gross Australien wirklich ist, merkt man erst auf dem Highway, 1675 km noch bis nach Cairns. Solche Anzeigen gibts in Deutschland einfach nicht und hier ist das Normalitaet. Sehr schnell begreift man hier, dass es nicht darum geht so schnell wie moeglich irgendwo zu sein, sondern dass der Weg das Ziel ist. Bleibt man jedoch zu lange an einem Ort, holt einen das Fernweh ein. Wir wollen weiter!
Mit unsure alten Ladie sind wir dann zu den Glass House Mountains gefahren und die Alte hat ganz schoen geschwitzt (gedampft). Dort oben angekommen haben wir uns erstmal einen schoenen Berg ausgesucht, den wir beklettern wollten und daher moeglichst hoch und steil sein sollte J Unsere Entscheidung fiel auf Tibrogargan, der laut einer Legende der Vater der 16 Felsen um ihn herum sein soll. Die Tour bis auf die Spitze sollte laut eines Schildes 3h dauern und sei nur fuer erfahrene Bergsteiger geeignet. Naja was heisst schon erfahren? Wir wollten sehen, wie weit wir kommen und wir kammen sehr weit (Gruss an Zimme, Nils und meine Mutter, die allesammt eins verbindet) Die Aussicht war gigantisch. Wir fuehlten uns frei wie ein Vogel J
Ein weiteres, ganz besonderes Highlight war der Australien Zoo. Wir beide haben in unseren ganzen Leben keinen besseren Zoo gesehen als diesen dort und ich denke, dass es auch keinen geben wird. Wir konnten mit Kangooros kuscheln, uns eine pandabaergrosse Schildkroete angucken, Elefanten fuettern und Koalas streicheln, ein wunderbarer, unvergesslicher Tag. Von der Krokodilshow waren wir beide jedoch ein wenig enttaeuscht. Entweder war das Krokodil gelangweilt oder die Akteure zu vorsichtig, der Krokodilteil der Show war jedenfalls oede. Schade, dass wir uns eine Show von Steve Irwan nicht angucken konnten, aber alles dort erinnert noch an den Verrueckten.
Danach gings weiter nach Caloundra, wo wir uns ganz spontan entschieden einen Sky Dive zu machen. Wir bekammen beide unsere Riemen um, eine kurze Einweisung und dann gings auch schon zum Flugzeug, indem wir zu viert gerade so Platz hatten. Eine Tuer gab es nicht, nur so eine Art Rolltor-Rollo aus durchsichtigem Plaste. Das Flugzeug hoerte sich sehr stotterig an und auf unsere Frage nach dem Warum bekamen wir gesagt, es waere eben ein alter Motor. Sehr beruhigend! Die Aussicht ueber Bribbie Island, Caloundra und die Sunshine Coast war herrlich und wir konnten die Sinne nocheinmal das geniessen lassen, was die Natur hier vor einem ausbreitet. Als wir dann eine Hoehe von 6000 feet (1800m) erreicht hatten, wurde das Rolltor-Rollo-Ding weggezerrt und aufeinmal war das letzte, woran ich denken konnte, die wunderbare Aussicht. Ein kalter Wind wehte uns um die Nase, und dann sezten wir uns auch schon an den Rand des Flugzeuges.
Bine: In diesem Augenblick, auf der kleinen Stufe am Ausgang eines fliegenden Flugzeuges sitzend, hatte ich komischerweise keine Angst. Meine Gedanken waren lehr. Vielzusehr konzentrierte ich mich auf die am Boden erteilten Anweisungen und achtete darauf, dass meine Arme vor der Brust verschraengt waren. Dann stiess der Tandemfallschirmspringer mich auch schon raus. Die 10 Sekunden freier Fall waren so verdammt schnell, so schnell und der Wind drueckte mein Gesicht platt. Ich konnte nur schreien, dann ging der Fallschirm auf und ich begann wieder zu atmen. Die Aussicht war wieder einmal gigantisch, und dieses immer noch andauernde Kribbelgefuehl mit keinem anderen vergleichbar. Das Verrueckteste und Beste was ich bis jetzt in meinem Leben gemacht habe! Geil!
Basti: Als ich sah, wie Bine und ihr Fallschirmkumpel aus dem Flugzeug sprangen, dachte ich nur SCHEISSE! Bines Schrei war nur ein Sekundenbruchteil zu hoeren gewesen und nun muss ich gleich hinterher. Aaaargh! Naja, der Typ auf meinem Ruecken machte nun schon Anstalten und robbte mit mir vorweg Richtung SCHEISSAUSANG! Ich sass vieleicht zwei Sekunden mit dem Draengler im Schlepptau auf dieser verdammten Schwelle zum Nichts, da hiess es auch schon Ready-Set-Go. Kann man sich hier vieleicht erstmal umgucken? Naja Kopp in Nacken, Arme vor die Brust und, hops, raus aus dem Flieger. Und das war auch fuer mich die mit Abstand krasseste Erfahrung meines Lebens! Ich konnte nur schreien und irgendwann wurde daraus ein schreiendes Lachen oder so. Auf jeden Fall total geil! Als der Fallschirm dann auf und die Sicht herrlich weit war, straemmten mir dann nach ein paar Minuten die Riemen an den Beinen. Haha Im Nachhinein war DAS eigentlich das Schlimmste an diesem wunderbaren Erlebnis.
Ein paar Tage spaeter sind wir dann zum Lake Kawana gefahren, haben uns dort mit den Brisbane River Dragons getroffen und hofften (denn es war bis dahin noch immer ungewiss), dass Basti einen Platz im Maenner- oder Mix-Team bekommen wuerde. Und siehe da: Im Openboat auf 4 und im Mixedboat auf 5 ging nun ein Prenzlauer mit an den Start bei den diesjaehrigen Australien Dragonboat Championships muhahahahaha! Am Ende dieses sonnigen Wochenendes zierten dann zwei silberne (500m/Openund 2000m/Mix) und eine bronzene (200m/Mix) Medaille den Rueckspiegel unseres Bully. Gratulation dem Australischen Vizemeister J
Jetzt geniessen wir noch ein paar Tage die schoene Sonne hier in Caloundra, bevor es weiter geht in Richtung Fraser Island. Unliebsame Zahnschmerzen und der daraus resultierende Besuch beim Dentisten haben die Kosten von Bastis Auslandskrankenversicherung bereits mehr als wett gemacht, hehe!
Liebe Gruesse an alle, die sich darueber freuen.
Bine und Basti
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